REVIEW: Jesse Malin - The Heat
Jesse Malin
The Heat
[2004, Artemis Records]
Der Herbst geht langsam in den Winter über. Wenn die letzten Blätter fallen, jeder Tag kürzer und die Kälte klirrender wird, dann brauch ich neben Luft und Liebe vor allem auch Wärme. Das wohlige Kribbeln, das durch meine klammen Finger fährt, wenn sie sich um eine Tasse heissen Kaffee klammern, die kindliche Begeisterung, die sich in mein Herzen schleicht, wenn ich die ersten Schneeflocken tanzen sehe, oder das ungreifbar schöne Bild von Schwaden kondensierten Atems, die über das Gesicht meines Mädchens huschen wenn wir uns draussen küssen; Es sind Momente wie diese, die aus kalten Wintertagen Momente für die Ewigkeit machen.
Musikalisch bewirkt der Winter bei mir einen starken Drang nach Seelenbalsam. Süsse Melancholie statt Rock'N'Roll, so lautet meine Devise.
Eine Platte, welche den perfekten Soundtrack für meine momentane Gefühlsstimmung liefert, ist "The Heat" von Jesse Malin. Der aus New York stammende Singer/Songwriter, der sich früher als Sänger der legendären Punkband "D Generation" verdingte, hat mit seinem zweiten regulären Album ein schlicht wunderbares Werk geschaffen. "The Heat" ist Pop/Folk/Rock, der nicht nur gefällt, sondern berührt.
Einzuordnen unter: Wunderbar melancholischer Pop/Folk/Rock mit Tiefgang.
Webseite: http://www.jessemalin.com/


