REVIEW: The Dwarves - The Dwarves Must Die
The Dwarves
The Dwarves Must Die
[2004, Sympathy for the Record Industry]
The Dwarves sind ein Mysterium. Punkt. Obwohl das Kollektiv um den Sänger Blag Dahlia und den Gitarristen HeWhoCannotBeNamed
seit nun mehr als 20 Jahren mehr oder weniger aktiv musikalische Verstörung stiften, ist über die Band und deren Geschichte so gut wie nichts bekannt. So ungreifbar the Dwarves als Band sind, so ungreifbar ist auch ihr Sound. "The Dwarves Must Die" hört sich an wie eine musikalische Achterbahnfahrt. Das ganze beginnt mit einer wunderschönen, countryesken Pop Nummer, senkt sich über düster anmutende Rockschieber in wüste Metal und Noise Gefilde hinab, bevor der verstörte Zuhörer mit zuckersüssen Bubblegum Pop Hits wieder in ungeahnte Höhen empor gehievt wird. Gerade wenn du denkst das schlimmste überstanden zu haben, kriegst du mit derbem Proll Rap sowie schaurigem Grusel Gospel-Hop noch mal eine reingedrückt.
Musikalische Grenzen kennen The Dwarves nicht. Damit die Ausflüge in die verschiedenen Genres auch stilgerecht umgesetzt werden konnten, haben sich Blag und HeWhoCannotBeNamed im Studio von einer Meute illustrer Musiker unterstützen lassen. So wirkten auf der Platte unter anderem folgende Personen mit: Nick Olivieri (Queens Of The Stone Age), Josh Freese (The Vandals), Nash Kato (Urge Overkill), Dexter Holland (The Offspring), San Quinn u.v.m.
Im Pressetext von S.F.T.R.I steht ein Satz geschrieben, der den Gesamtton von "The Dwarves Must Die" ziemlich gut rüberbringt: "Das Album nimmt dich mit auf eine Reise durch die dunklen Gefilde der amerikanischen Musik, und führt dich zur dreckigen Seele, die darunter liegt." Schön gesagt.
Einzuordnen unter: Nicht einzuordnen, aber auf jedenfall geil!
Webseite: http://www.thedwarves.com


