REVIEW: Peru You - Heartships & Shipwrecks
Peru You
Heartships & Shipwrecks
[2004, TPWB Records]
Noch nie von PERU YOU gehört? Ging mir bis vor kurzem genauso, und wenn mir nicht die CD von Knut Olsen aka Knut O. Peru in die Finger gedrückt worden wäre, hätte ich es mir entgehen lassen müssen, mir dies zu Gemüte zu führen. Wer ist denn Knut Olsen? Dass er namentlich in unseren Breitengraden nicht bekannt ist, versteht sich von selbst, da auch seine andere Band "Ricochets" hierzulande leider nicht den Bekanntheitsgrad hat, welche sie verdienen würden. Für jene die Ricochets kennen, wer hätte gedacht, was sich da in den Background Vocals für eine Stimme verbirgt. Knut ist Bassist bei Ricochets, tut teilweise dasselbe auch bei Peru You, doch hier liefert er auch noch Leadvocals ab, wobei Linda W. Peru die zweite Stimme im Vordergrund, etwas häufiger zum Zuge kommt. Unterstützt werden sie von drei weiteren Musikern, welche sich aus einer mehr oder weniger klassischen Instrumentekombination zusammensetzt.
Aber jetzt mal abgesehen von der personellen Zusammenstellung der Band, sollte es ja hauptsächlich darum gehn wie die Platte denn so klingt, ob sie gefällt, und wenn ja wieso usw. In erster Linie werden auf diesem Silberling, denn leider ist sie bisher nicht auf Vinyl erhältlich, ruhigere Töne angeschlagen. So finden wir auf keinem der 11 Tracks einen Knaller, sondern stimmungsvolle Baladen und frostige Musik von den Küsten Norwegens. Denn die Band ist, wie schon der Titel des Albums verrät, sehr mit dem Wasser verbunden. Die Songs hören sich entsprechend an: man verspürt den kühlen Wind, eine gewisse Abgeschiedenheit, und auch eine tiefgehende Melancholie. Dies soll nun niemanden abschrecken, denn Peru You hat auch seine fröhlichen Seiten, nur dass ich grad einen Gesamteindruck zu beschreiben versuchte. Auf jeden Fall habt es diese Band aus Norwegen geschafft, mich die letzten 2 Wochen zu beglücken. Denn nach anfänglich zögerlichem Herantasten an das Material, was zum einen an einer gewissen ungewönlichen Zusammenstellung liegen kann, oder schlicht und einfach daran, dass ich etwas ganz anderes erwartet habe, habe ich etwas gefunden was mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ich kann die Frage nach dem warum oder wie, nicht beantworten, denke mir aber dass es so zu erklären ist: Entweder berührt einem diese Musik oder nicht, und wer nichts darin finden, dem kann man auch nicht erklären was es wäre.
Peru you sollten sich alle mal anhören, welche Isolation Years und Kristofer Aström mögen, und alle die welche gerne mal was anderes entdecken möchten. Nur leider wird es wohl schwierig sein dieses Werk hier irgendwo im Gestell zu finden...da heisst es dann wohl online bestellen.
"The sea gives, the sea takes."


