REVIEW: Mando Diao - Hurricane Bar
Mando Diao
Hurricane Bar
[2004, EMI Music Sweden]
Die vier jungen Grossmäuler aus Schweden legen endlich den langersehnten Nachfolger zu ihrem hochgelobten 2001er Debut Bring Em In vor. Für mich persönlich war Mandos Debut vor allem deswegen eine grossartige Platte, weil die Band zwei essentielle musikalische Faktoren gekonnt vermischte. Es war dies zum einen unbändiger jugendlicher Übermut, zum anderen ein verdammt gutes Gespür für klassische Popsongs.
Hurricane Bar kommt bereits bedeutend erwachsener daher. Sowohl die Songs wie auch die Produktion sind eindeutig ruhiger, durchdachter und abgestimmter. Was das Songwriting anbelangt, so haben die arroganten Rotznasen sogar noch einen Gang zugelegt. Mit Stücken wie God Knows, You Can't Steal My Love oder der honigsüssen Ballade Ringing Bells (um nur ein paar zu nennen) sind ihnen wiederum Popperlen gelungen, die denjenigen alter Heroen wie den Beatles oder The Who in nichts nachstehen.
Was hierbei wie angetönt leider auf der Strecke blieb, ist die jugendliche Energie, für die ich Mando Diao liebte. Hurricane Bar ist eine wunderschöne Platte, jedoch besitzt sie für mich nicht die Magie von Bring Em In.
Einzuordnen unter: Cool rockender Pop, mit starken British Invasion Einflüssen.
Webseite: http://www.mando-diao.com/


