Dienstag, Oktober 26, 2004

REVIEW: Hellacopters - Strikes Like Lightning

Hellacopters
Strikes Like Lightning

[2004, Universal]

Heilige Kühe sollten nicht beschmutzt werden, und wer den Frevel auf sich nimmt dies tut, wird der Blasphemie bezichtigt, und kann sich bald vom Mob, welcher mit brennenden Fackeln und Heugabeln bewaffnet ist, durch die Strassen der Stadt gejagt, wiederfinden. Aber manchmal ist die Zeit reif dazu.

Strikes Like Lightning ist der neuste Streich der Jungs rund um Nicke, und ich denke mir die Band braucht keine weiteren Einführungen. Eine EP mit 6 Songs, die mir in meiner Sammlung genau soviel beschehren würde, dass die Sammlung um ein Stück reicher ist.

Von den 6 Songs find ich keinen prickelnd, abgesehen davon dass jeder wie in der Mikrowelle aufgewärmt klingt. Die Hellacopters tun was sie tun, und dies auch gut...jedoch bringen sie mich damit nicht mehr hinter dem Ofen hervor. Nichts ist mehr da von dem verrauchten Keller, von den schmutzigen Schuhen und dem Tritt im Arsch, den man beispielweise bei "Payin' the Dues" so geliebt hat. Heute klingen die Hellacopters als wären sie à la "Clockwork Orange" weichgewaschen und systemkonform gemacht worden. Natürlich entwickelt sich jede Band weiter, dagegen sag' ich auch nichts, aber sie waren einfach schon mal besser.

...ich werde Sturm ernten.

Comments:

Gut so, gibs den alten Herren! Schon nur in der Titelwahl waren die Höllenschrauber schon besser!

Rück mal rüber die Scheibe! Ich will selbst hören!

Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen noch tritt auf den Weg der Sünder noch sitzt, wo die Spötter sitzen, sondern hat Lust am Gesetz des ROCK'N'ROLL und sinnt über diesem Gesetz Tag und Nacht!

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