REVIEW: Hellacopters - Strikes Like Lightning
Hellacopters
Strikes Like Lightning
[2004, Universal]
Heilige Kühe sollten nicht beschmutzt werden, und wer den Frevel auf sich nimmt dies tut, wird der Blasphemie bezichtigt, und kann sich bald vom Mob, welcher mit brennenden Fackeln und Heugabeln bewaffnet ist, durch die Strassen der Stadt gejagt, wiederfinden. Aber manchmal ist die Zeit reif dazu.
Strikes Like Lightning ist der neuste Streich der Jungs rund um Nicke, und ich denke mir die Band braucht keine weiteren Einführungen. Eine EP mit 6 Songs, die mir in meiner Sammlung genau soviel beschehren würde, dass die Sammlung um ein Stück reicher ist.
Von den 6 Songs find ich keinen prickelnd, abgesehen davon dass jeder wie in der Mikrowelle aufgewärmt klingt. Die Hellacopters tun was sie tun, und dies auch gut...jedoch bringen sie mich damit nicht mehr hinter dem Ofen hervor. Nichts ist mehr da von dem verrauchten Keller, von den schmutzigen Schuhen und dem Tritt im Arsch, den man beispielweise bei "Payin' the Dues" so geliebt hat. Heute klingen die Hellacopters als wären sie à la "Clockwork Orange" weichgewaschen und systemkonform gemacht worden. Natürlich entwickelt sich jede Band weiter, dagegen sag' ich auch nichts, aber sie waren einfach schon mal besser.
...ich werde Sturm ernten.




