Sonntag, Oktober 31, 2004

REVIEW: The Mooney Suzuki - Alive & Amplified

Mooney Suzuki
Alive & Amplified

[2004, ColumbiaRecords]

Um Alive & Amplified rankten sich in der Garage Szene hitzige Diskussionen. Nicht nur haben die New York City Garage Rocker von The Mooney Suzuki einen Deal mit dem Major Columbia Records unterzeichnet, als Produktionsteam für die Aufnahmen zu Alive & Amplified wurde niemand geringeres als das berüchtigte Kollektiv "The Matrix" verpflichtet. Wenn The Matrix nicht gerade The Mooney Suzuki produzieren, schrauben sie an den Reglern für Grössen wie Avril Lavigne und Konsorten.

Nun, lassen wir das Geschnatter; Alive & Amplified könnte von weiss nicht wem produziert sein, für mich zündet das neueste Werk der New Yorker schlicht nicht. Die Jungs folgen zwar nach wie vor dem Grundrezept, das da lautet: melodischer Sound mit nem Shuss Boogie, ner Prise British Invasion und nem Tick Detroit Rock, das Endresultat funktioniert für mich jedoch nicht. Die meisten der Songs auf "Alive & Amplified" verlieren sich spätestens nach der 2. Strophe in belanglosem Gitarrengedudel und aufgesetzt wirkenden Chören. Uh Uh, Ah Ah und so weiter.

Eines hat Alive & Amplified jedoch allemal verdient. Eine Auszeichnung für die dümmlichsten selbstbeweihräucherungs Songtexte. Zitat: "I get live, gonna blow my speakers and my mind. I turn on and electrify, gonna blow my speakers and my mind. Kinda feel like I'm legal high, yes I do". Yeah! oder auch nicht.

Einzuordnen unter: Melodische Rock Sounds mit nem Shuss Boogie, ner Prise British Invasion und nem Tick Detroit rock.

Webseite: http://www.themooneysuzuki.com

NEWS: Kaizers Orchestra, TSOOL, The Peacocks

Ja hallo. Hier noch ein paar Sonntag Abend News:

Schaut mal bei Nordische Musik.de rein um ein cooles Interview mit der norwegischen Überband Kaizers Orchestra zu lesen.
***
The Soundtrack Of Our Lives belegen mit ihrem neuesten Streich, Origin I. bereits die 2. Woche den ersten Platz in den offiziellen Schwedischen Albumcharts. Gratuliere.
***
Das Winterthurer Punk/Rockabilly Trio The Peacocks geht auf Europa Tour.
***

Freitag, Oktober 29, 2004

WAS ANDERES: Wohnung zu vermieten

Mal was ganz anderes. Ich suche per Anfang Dezember 2004 einen Nachmieter für unsere 3-Zimmer Wohnung im Breitenrain, Bern. Das komplette Dossier zur Wohnung findet ihr hier.

NEWS: Whyte Seeds

The Whyte Seeds sind momentan in Kopenhagen und nehmen den Nachfolger zu ihrem ziemlich geilen Debut Memorie of Enemies auf.

Donnerstag, Oktober 28, 2004

TIPP: Peaches will dich in ne Schwulenbar ausführen

Ich weiss nicht wie neu das ist. Hab's über Tonspion gefunden. Die Electro Rockerin Peaches hat ne lustige Version von Electric Six's Hammersong "Gay Bar" als B-Side veröffentlicht. Ihr könnt euch den Song hier downloaden.

REVIEW: Ted Leo & The Pharmacists

Ted Leo & the Pharmacists
Shake the Streets

[2004, Lookout Records]

Wirklich gute Power Pop/Rock Scheibe einer Band, die mir bis anhin völlig unbekannt war. Hab die Combo via einen Tipp von blogging for compliments entdeckt. Dankeschön.

Ted Leo kommt aus den USA und schreibt extrem catchy Songs irgendwo zwischen Power Pop, Rock und Punk. Nichts neues, aber alles in allem ein guter Mix. Besonders angetan hats mir die Stimme von Ted. Wasserklar und klirrend hell. Wirklich schön. Zudem hat Ted ein gutes Gespühr für sozialkritische Texte, die nicht hölzern daherkommen sondern glaubwürdig, ja teilweise sogar richtig cool klingen. Ich wünschte ich wär noch einmal 14, dann wär Ted Leo mein Gott.

Einzuordnen unter: Extrem catchy Power Pop/Rock/Punk.

LIVE REVIEW: Moneybrother

Moneybrother
[22. Oktober 2004, Albani Winterthur]

Wenn nur alles was ich mache, gleich doppelt rauskäme! Wär nicht schlecht. Nun, ich war nicht nur Helge kucken sondern auch Moneybrother. Unten meine Gedanken hierzu.

Kurzes Intro für all diejenigen, die Moneybrother nicht kennen:
Moneybrother kommt aus Schweden und heisst bürgerlich Anders Wendin. Bis vor vier Jahren war Anders vor allem bekannt als Sänger der mittlerweile legendäre Ska/Pop Band Monster Als sich Monster auf ihrem Höhepunkt im Jahr 2000 auflösten, taufte sich Anders Moneybrother und begann an seiner eigenen musikalischen Vision zu arbeiten. Mit dem 2002 erschienen Debut Blood Panic hat Moneybrother dann die Früchte seiner Arbeit vorgelegt. "Blood Panic" war ein absoluter Knaller. Keine andere Platte der letzten Jahre verbindet Pop, Soul und Rock so sexy wie dies Moneybrother gelingt.

Nun, nachdem Moneybrother mit seiner 5 köpfigen Begleitband das diesjährige Openair Gampel mit einer Stippvisite beglückte und dabei bereits auf der grossen Bühne brillierte, absolvierte der Zasterbruder letzten Freitag seinen ersten Auftritt auf einer Schweizer Clubbühne.
Wer das Albani kennt, weiss dass dieser Club nicht durch Grösse sondern durch Intimität besticht. Dies hat Vorteile wie Nachteile. Für Moneybrother und seine Band war es sichtbar nicht einfach auf der extrem kleinen Bühne genügend Platz für sich selbst, geschweige denn das gesamte Equipment zu finden. So spielte etwa der Pianist der Band während des gesamten Konzertes hinter der Bühne! Doch anstatt sich dadurch aus dem Konzept werfen zu lassen, hat die Band das Beste daraus gemacht und die Nähe zum Publikum perfekt ausgenutzt. Die emotionsgeladenen Songs von "Blood Panic" wurden auf der Bühne mit noch mehr Gefühl, Emotionen und Tiefgang umgesetzt. Perfektes Spiel und absolute entzückende Gesangsharmonien, es passte einfach alles. Schon nur Moneybrother’s Stimme war gewaltig, der Mann hat Soul! Keine Frage. Während des gesamten Sets hat sich Moneybrother zudem als begnadeter Entertainer und vor allem Geschichtenerzähler bewiesen. Klingt alles ein bisschen schwärmerisch, ich weiss. Bin halt einfach ein Fan (hab dieses Wort lange nicht mehr benutzt, aber ich denk es ist im Bezug auf Moneybrother durchaus angebracht).

Um eine gewisse Objektivität zu wahren, zum Schluss noch zwei negative Dinge von diesem Abend:
1. Die Vorband war völlig deplaziert. Scheiss Kunstschule-Studentenrock, der sich kategorisch und hölzern gegen jegliche Harmonie sträubte. Brrrr, schauderlich.
2. Im Publikum befanden sich einige absolute Vollidioten. Wer mit der Musik einer live spielenden Band nichts anfangen kann, sollte zumindest die Grösse haben zu gehen oder sich anderweitig zu amüsieren.

Ah ja, ich habe leider meinen Fotoapparat zuhause vergessen. Tolle Livefotos von anderen Moneybrother Gigs findet ihr bei ROCKFOTO.NU.

LIVE REVIEW: Helge Schneider "Füttern verboten"

War gestern HELGE kucken. Was soll ich sagen. War lustig. Sehr lustig.

Mittwoch, Oktober 27, 2004

NEWS: Nathaniel Meyer

Detroit Soul Legende Nathaniel Meyer hat nach jahrelanger musikalischer Abstinenz endlich wieder ein Album rausgebracht. Das Teil heisst "I just want to be held" und ist soeben auf dem Label Fat Possum erschienen. Für alle, die Nathaniel nicht kennen, lest hier ne kurze Bio und hört euch die MP3's der beiden Tracks I found Out und Stick it or Lick it an. Wheehaa!

Dienstag, Oktober 26, 2004

REVIEW: Hellacopters - Strikes Like Lightning

Hellacopters
Strikes Like Lightning

[2004, Universal]

Heilige Kühe sollten nicht beschmutzt werden, und wer den Frevel auf sich nimmt dies tut, wird der Blasphemie bezichtigt, und kann sich bald vom Mob, welcher mit brennenden Fackeln und Heugabeln bewaffnet ist, durch die Strassen der Stadt gejagt, wiederfinden. Aber manchmal ist die Zeit reif dazu.

Strikes Like Lightning ist der neuste Streich der Jungs rund um Nicke, und ich denke mir die Band braucht keine weiteren Einführungen. Eine EP mit 6 Songs, die mir in meiner Sammlung genau soviel beschehren würde, dass die Sammlung um ein Stück reicher ist.

Von den 6 Songs find ich keinen prickelnd, abgesehen davon dass jeder wie in der Mikrowelle aufgewärmt klingt. Die Hellacopters tun was sie tun, und dies auch gut...jedoch bringen sie mich damit nicht mehr hinter dem Ofen hervor. Nichts ist mehr da von dem verrauchten Keller, von den schmutzigen Schuhen und dem Tritt im Arsch, den man beispielweise bei "Payin' the Dues" so geliebt hat. Heute klingen die Hellacopters als wären sie à la "Clockwork Orange" weichgewaschen und systemkonform gemacht worden. Natürlich entwickelt sich jede Band weiter, dagegen sag' ich auch nichts, aber sie waren einfach schon mal besser.

...ich werde Sturm ernten.

NEWS: BBC DJ Legende John Peel gestorben

Traurige News: Die britische DJ Legende John Peel ist überraschend gestorben. Die ganze Story gibts natürlich bei BBC NEWS. Für diejenigen, die nicht wissen was John in den letzten Jahren auf dem Äther getrieben hat, schaut euch mal hier um.

NEWS: Placebo, Ween, The Hellacopters

Zu ihrem 10. Geburtstag beglücken uns Placebo, die englischen Meister der Melancholie, mit ihrem Best-Of-Album "Once More With Feeling", welches als CD und DVD erscheint. Ich möchte euch die Limited Edition dieses Albums ans Herz legen. Denn auf jener ist sowohl ein Featuring mit David Bowie als auch diverse Remixe wahrer Placebo-Klassiker enthalten. Die Single zu diesem Release heisst überigens "Twenty Years" und das Video dazu gibts hier:
Real Player: High, Low | Windows Media Player: High, Low
***
Die amerikanischen Alleskönner Ween haben anscheinend einige Probleme. Sie mussten jedenfalls ihre komplette Tour durch den mittleren Westen der USA absagen. Als Grund konnten wir folgendes ihrer Webseite entnehmen: "a problem within the band that requires an immediate intervention for the health, welfare and safety of one of its members". Bleibt nur zu hoffen, dass sich das Problem bald legt und dass sich Ween auch bald wieder in unsere Gegend verirren.
***
Das von uns bereits vorangekündigte neue Minialbum der Hellacopters hat nun auch einen Namen. Das gute Stück heisst "Strikes Like Lightning", wird durch Universal veröffentlicht und enthält 6 neue Hellacopters-Kracher: "Turn The Wrong Key", "Take Me On", "A View From Nowhere", "Blinded By The Light", "Fiends & Frankensteins", "On The Line". Wie wir es von den Höllenkoptern gewöhnt sind, gibt es auch diesem Release eine spezielle Vinylversion. Geplant ist ein "Deluxe Triple 7" Box-Set" mit einigem Bonusmaterial. Das Goodie soll auf 3000 Stück limitiert und via Sweet Nothing Records veröffentlicht werden.
***

Montag, Oktober 25, 2004

NEWS: The Makers

Die US Garage Rock Legenden The Makers werden am 23. November ihr neuestes Album vorlegen. Die Scheibe heisst "Stripped" und erscheint auf Kill Rock Stars Records. Während sich die Makers auf ihren beiden letzten Alben "Strangest Paradise" und "Rock Star God" (beide auf SubPop) musikalisch sehr experimentell zeigten, scheint "Stripped" wieder eher in Richtung der guten alten Garage Days zu gehen. So lässt jedenfall der MP3 Teaser hoffen.

Sonntag, Oktober 24, 2004

TIPP: Rockvideos

The Wild Kings ist die Hausband von Club Debaser, einem coolen Konzertlokal in Stockholm. Bestehen tut das Kollektiv aus Mitgliedern verschiedenster Rockbands aus Stockholm. Bei den regelmässigen Auftritten der Wild Kings sind unter anderem regelmässig Leute vertreten wie Moneybrother, die ganze Hellacopters Crew, die Leute von den Nomads, Ex-Turpentines, Sator etc. etc.
Leider gehen die Wild Kings nicht auf tour. Es gibt jedoch auch für alle nicht Schweden eine Möglichkeit zumindest einzelne Performances mitzuverfolgen. Und zwar auf http://www.rockvideos.tk. Die coole Webseite wird von einem Typen betrieben, der es sich zum Hobby gemacht hat möglichst viele coole Konzerte auf Video zu bannen und diese im Internet zur Verfügung zu stellen. Extrem coole Sache.

NEWS: The Solution

Surft in die coole virtuelle Bar I-94 um Scott Morgans neueste Kommentare zur Platte "Communicate" von The Solution zu lesen. Wie Scott verrät, werden er und Nicke bald wieder ins Studio gehen und eine EP einspielen!

Samstag, Oktober 23, 2004

REVIEW: Helldorado - Director’s Cut

Helldorado
Director’s Cut

[2004, Glitterhouse Records]

4 Jungs aus Norwegen zeigen auf diesen 11 songs warum ich meinen Kollegen von cr-entertainment widersprechen muss, indem ich aussage dass dies die Platte des Monats ist, und nicht die von ihnen gewählte Rocket Science. An dieser Stelle, nichts gegen die akustische Wirkung der Raketen-Techniker, doch bringens die Helldorado’s einfach noch einen Tick besser. Nicht ganz derselbe Stil oder Ansatz oder wie auch immer man das nennen will, und darum sollte man auch nicht vergleichen oder werten...aber imho ist es halt die Platte des Monats.

Aber nun wieder zu Helldorado, über die man auf http://www.helldorado.no/ erfahren kann, dass nach 2 vorangegangenen Singles, dies nun ihr erster Langspieler ist, von dem man auch ganze 6 Audiosamples anhören kann. Stilmässig ist das ganze ein wenig – wie der Name schon vermuten lässt – Westernmässig angehaucht. Die Band präsentiert auf den 11 Tracks ein breites Spektrum, welches in allen Bereichen überzeugt, und von wunderbaren Balladen, über knackige Rocksongs, bis hin zu nahzu monumentalen Westernhymnen, bei welchen Ennio Morricone grüssen lässt, reicht. Das Ganze kommt auf eine ähnliche Art und Weise daher, wie bei ihren Landsmännern von "Ricochets" nur ein bischen leichter und mit weniger Herzschmerz. Auf jeden Fall gelingt es ihnen auch, mit und durch ihre intelligenten Arangements, Streicher und klassische Rockmusik zu vereinen, ohne damit eine Aufgesetzheit zu bewirken oder in Kitsch abzudriften. Chapeau.

Ich zumindest liebe diese Scheibe, und freue mich sehr auf die Liveperformance, denn die Herren Helldorado werden uns im Dezember gar in 5 Schweizer Städten beglücken

07.12.2004 Ziegel Rote - Zürich
08.12.2004 Sedel - Luzern
09.12.2004 ISC - Bern
10.12.2004 La Romandie - Lausanne
11.12.2004 Coupole - Biel

REVIEW: M.A.S.S.

M.A.S.S
Revolution

[2004, Tréma Records (Universal)]

"We need a Revolution, we need some changes here, we need a new solution, someone to make it clear!"

Bands aus England hatten in den vergangenen Jahren stets einen schweren Stand in der europäischen Rockgemeinde (mal Abgesehen vom Phänomen, das sich The Darkness nennt). In Anbetracht der grossen Anzahl mehr schlechten als rechten Hype-Exporte aus dem Inselreich ist dies leider auch nicht verwunderlich. Designer Klamotten, berühmte Freundinnen und Drogen machen noch lange keinen Rock'n'Roller.

M.A.S.S. ist die erste britische Band in mehr als 5 Jahren, die mich effektiv begeistert. Front-Musse Justine und ihre vier Jungs spielen druckvollen erdigen Rock mit einer Dosis Punk Attitude und dem richtigen Gespür für nicht kitschige Pop Hooks.
Coole Gitarrenriffs, groovy Basslinien sowie ein gut rumpelndes Drum legen den erdigen Soundteppich, auf welchem sich die wunderschön verruchte Stimme von Frontfrau Justine spielerisch austobt wie eine verspielte Mieze auf einem flauschigen Bettvorleger.

Ah ja, unbedingt live geniessen. M.A.S.S. überzeugen vor allem auch auf der Bühne!

Einzuordnen unter: Druckvoller Rock mit Punkanleihen. Getragen von einer wunderschön verruchter Frauenstimme.

Webseite: http://www.masstheband.com

Freitag, Oktober 22, 2004

NEWS: The Hentchmen Videos

The HeNTcHMeN ist ein cooles Garage Pop/Rock Trio aus Detroit, USA. Die drei Jungs machen nicht nur coole Musik sondern auch extrem geile videos. Die Clips zu den Songs "Love" und "LeSabre Radar" könnt ihr euch hier anschauen.

NEWS: Disco Ensemble, The Deadbeats, Björk, Green Day

Finnland's Disco Ensemble wird im November ein neues Album aufnehmen. Das Ganze wird in den Studios von Facination Street (Örebro, Schweden) auf Band gebracht und von Jens Borgen produziert. Der Release wurde auf Februar festgelegt und wir dürfen ebenfalls mit einer Europa-Tour im Frühling rechnen.
***
Bootleg Booze Records hat den Release des neuen Albums der Deadbeats auf den 26. November angekündigt. Das gute Stück heisst "Long Hard Nights" und wird 12 Songs umfassen. Nach dem alles was die Schweden bis jetzt veröffentlichten extrem nach Hellacopters klang, kann man gespannt sein, ob sie sich endlich davon lösen konnten... Aber hört doch selbst: Mr. Brokenhearted MP3
***
Das Video zu Björks neuer Single "Who Is It" aus dem aktuellen Album "Medulla" könnt ihr euch hier anschauen.
***
Die "alten" Herren von Green Day haben sich weder musikalisch noch verkaufstechnisch verändert. Innerhalb von nur 24 Stunden waren sämtliche England-Shows ausverkauft. Das heißt: Mehr als 100.000 Tickets wurden abgesetzt. Chapeau!
***

Donnerstag, Oktober 21, 2004

NEWS: Gluecifer, Dregen, Isolation Years, The Hives

Die neue Gluecifer DVD "Royally Stuffed" wird am 15. November erscheinen. Mehr Infos zu diesem teil findet ihr hier.
***
Nagellack und Wimperntusche-Rocker Dregen von den Backyard Babies wird in Deutschland als DJ unterwegs sein. Für all unsere deutschen Leser (Hallo, hört mich jemand?) hier die Daten:
12/13 - Cobra Bar, Hamburg (GER)
12/15 - Kings & Queens, Munich (GER)
12/16 - Jail Bar, Berlin (GER)
***
Isolation Years werden bald eine neue Single veröffentlichen. "Nurses Hands" heisst das Teil und es erscheint am 24. November. Die Single ist ein erster Outtake aus dem langersehnten 3. Album, welches dann später erscheinen soll.
***
Zur neuen Single der Hives "Two-Timing Touch And Broken Bones" wurde ein neues Video gedreht. Anschauen kann man das Ganze hier unter dem Punkt "Video".
***

Mittwoch, Oktober 20, 2004

REVIEW: The Paybacks - Harder and Harder

The Paybacks
Harder and Harder
[2004, Get Hip Records]

The Paybacks kommen aus Detroit und spielen Garage Rock mit klassischen R'N'R Einflüssen und einem leichten Blues-Touch. Wie bei so vielen weiteren Bands, auf welche diese Beschreibung zutrifft, so bestimmen auch bei The Paybacks die verzerrten und ordentlich übersteuerten Gitarren das Klangbild. Coole Riffs sowie Chuck-Berry-Style-Solis finden sich auf dieser Platte zu Hauf.

Man kann sagen, die Band rockt ordentlich nach vorne, da gibts nichts zu meckern. Was The Paybacks jedoch davor bewahrt, dass "Harder and Harder" unbemerkt in der Flut momentaner Tonträger-Veröffentlichungen untergeht, ist die Stimme der Sängerin Wendy Case. Die detroiter Szene Frau hat ein Stimmorgan, so rauchig und heiser, man kann fast nicht glauben, dass es sich hierbei tatsächlich um ein weibliches Organ handelt. Wendy's Gesang kaschiert denn auch gekonnt das zeitweise etwas abgedroschene Songwriting. Aber wer Twix mag, kennt das ja: It's all in the mix. In diesem Sinne: Alles in Allem ist "Harder and Harder" ne ziemlich coole Rock Mucke.

Einzuordnen unter: Straight Forward Garage Rock (Blues, Rock'N'Roll Einflüsse) mit einer total kaputten Frauenstimme, die trotzdem schün klingt.

Webseite: http://www.thepaybacks.com

REVIEW: Blues Explosion - Damage

Blues Explosion
Damage

[2004, Mute]

Früher Jon Spencer Blues Explosion, neu nur noch Blues Explosion. Keine Wechsel bei der Bandbesetzung, weder eine musikalische Neuorientierung. Blues Explosion bleibt was es war und immer noch ist. Nach dem letzen Album "Plasic Fangs" welches durch eine gewisse Gradlinigkeit nicht grad sehr typisch war, kommen nun die 12 songs auf dem neuen Album "Damage" wieder in gewohnter Mischung daher. Blues Explosion sind nicht die übliche Rockband, und eifern auch nicht dem gehypten Retro-Rock nach, sondern schaffen sich ihre eigene kleine Nische im Gestell dieses Musikgenres, welche ich mit "experimentellem-blues-trash-rock'n'roll" beschreiben würde. So ist auch die Platte experimenteller als die vorhergegangene, und man schliesst nahtlos an alte Qualitäten an, ohne der Innovation den Einlass zu verwehren. So wurden Elektronische Teile genauso in die Explosion der Musikstile reingebastelt wie alles andere auch.

Wer mal reinhören will, der oder die, soll die Kopfhörer nicht nach den ersten 2-3 Songs weglegen, denn dieses Album hat seine Höhepunkte in den Nummern 5-10. Ich zumindest empfehle dieses Erzeugnis all denen, welche genug haben vom langweiligen voraussehbaren Rock-Geschrummel, und sich auch mit einer Band wie "Soulwax" anfreunden können, die nicht nur in die Vergangenheit zurückkucken, sondern auch mal nach Vorne kucken...

Dienstag, Oktober 19, 2004

NEWS: Rock Fight Night 6 Special - Update

Wir haben das Rock Fight Night Vol. 6 Special ein wenig überarbeitet. Zu jeder Band gibts jetzt ein Foto und diverse Audio & Video Samples. Auch der offizielle RFN-Flyer ist jetzt ersichtlich... NICHTS WIE HIN!!!

NEWS: Queens Of The Stone Age

Die Queens Of The Stone Age haben nun den Release für ihr neues, bis dato unbetiteltes, Album auf den März 2005 festgesetzt. Für den Nachfolger der herrlichen "Songs For The Deaf" Platte wurden bereits 18 Songs fixfertig eingespielt. Weil den Herren aber schon wieder langweilig ist, ziehen sie sich Ende Oktober erneut ins Studio zurück, um zwei weitere Songs einzuspielen. Macht euch also auf eine geballte Ladung Queens gefasst!

Montag, Oktober 18, 2004

REVIEW: Peru You - Heartships & Shipwrecks

Peru You
Heartships & Shipwrecks

[2004, TPWB Records]

Noch nie von PERU YOU gehört? Ging mir bis vor kurzem genauso, und wenn mir nicht die CD von Knut Olsen aka Knut O. Peru in die Finger gedrückt worden wäre, hätte ich es mir entgehen lassen müssen, mir dies zu Gemüte zu führen. Wer ist denn Knut Olsen? Dass er namentlich in unseren Breitengraden nicht bekannt ist, versteht sich von selbst, da auch seine andere Band "Ricochets" hierzulande leider nicht den Bekanntheitsgrad hat, welche sie verdienen würden. Für jene die Ricochets kennen, wer hätte gedacht, was sich da in den Background Vocals für eine Stimme verbirgt. Knut ist Bassist bei Ricochets, tut teilweise dasselbe auch bei Peru You, doch hier liefert er auch noch Leadvocals ab, wobei Linda W. Peru die zweite Stimme im Vordergrund, etwas häufiger zum Zuge kommt. Unterstützt werden sie von drei weiteren Musikern, welche sich aus einer mehr oder weniger klassischen Instrumentekombination zusammensetzt.

Aber jetzt mal abgesehen von der personellen Zusammenstellung der Band, sollte es ja hauptsächlich darum gehn wie die Platte denn so klingt, ob sie gefällt, und wenn ja wieso usw. In erster Linie werden auf diesem Silberling, denn leider ist sie bisher nicht auf Vinyl erhältlich, ruhigere Töne angeschlagen. So finden wir auf keinem der 11 Tracks einen Knaller, sondern stimmungsvolle Baladen und frostige Musik von den Küsten Norwegens. Denn die Band ist, wie schon der Titel des Albums verrät, sehr mit dem Wasser verbunden. Die Songs hören sich entsprechend an: man verspürt den kühlen Wind, eine gewisse Abgeschiedenheit, und auch eine tiefgehende Melancholie. Dies soll nun niemanden abschrecken, denn Peru You hat auch seine fröhlichen Seiten, nur dass ich grad einen Gesamteindruck zu beschreiben versuchte. Auf jeden Fall habt es diese Band aus Norwegen geschafft, mich die letzten 2 Wochen zu beglücken. Denn nach anfänglich zögerlichem Herantasten an das Material, was zum einen an einer gewissen ungewönlichen Zusammenstellung liegen kann, oder schlicht und einfach daran, dass ich etwas ganz anderes erwartet habe, habe ich etwas gefunden was mir sehr ans Herz gewachsen ist. Ich kann die Frage nach dem warum oder wie, nicht beantworten, denke mir aber dass es so zu erklären ist: Entweder berührt einem diese Musik oder nicht, und wer nichts darin finden, dem kann man auch nicht erklären was es wäre.

Peru you sollten sich alle mal anhören, welche Isolation Years und Kristofer Aström mögen, und alle die welche gerne mal was anderes entdecken möchten. Nur leider wird es wohl schwierig sein dieses Werk hier irgendwo im Gestell zu finden...da heisst es dann wohl online bestellen.

"The sea gives, the sea takes."

Samstag, Oktober 16, 2004

NEWS: Sewergrooves & The Doits

Die neue Platte der Sewergroves heisst "Constant Reminder" und erscheint am 20. Oktober auf WILD KINGDOM RECORDS. Wild Kingdom wird zudem in absehbarer Zukunft das debut Album von The Doits veröffentlichen. Die Band hat gerade die Studioaufnahmen zu Ende gebracht. An den Reglern sass niemand geringeres als Nick Royale von den Hellacopters und The Solution.

Freitag, Oktober 15, 2004

REVIEW: Blamethrower - In Staccato Libido

Blame Thrower
In Staccato Libido

[2004, Woo-Da-Loo-Audio]

Fünf Herren aus Detroit versuchen sich mit einem Mix aus 70-ies Glam, Rock und Punk. Versteht mich nicht falsch, die möchtegern Johnny Thunders können alle spielen, keine Frage. An was es Blamethrower jedoch fehlt ist ganz klar Stil. Stil und ein Gefühl für Songs, die funktionieren. Dem ist nichts mehr anzufügen.

Einzuordnen unter: Bierzelt-Festlaune Rock Mucke.

Webseite: http://www.blamethrower.com/

REVIEW: The Slideshakers

The Slideshaker
No Time To Lose

[2004, Weera Records]

Coole Garage Blues Mucke aus Finnland. Nette 7" mit drei Songs im Stil der frühen Blues Explosion Sachen auf Crypt. Rumpelt stilvoll, ist aber zuwenig catchy, um in meinen Gehörgängen haften zu bleiben.

Einzuordnen unter: arage, Blues Explosion.

Webseite: http://www.slideshaker.com/

NEWS: Neues von den Hellacopters

Bei den fünf Herren aus Schweden geht im Moment jeder seine eigenen Wege. Nicke Royale hat ja längst mit Scott Morgan "The Solution" gegründet, ein Album veröffentlicht und mit MC5 getourt. Kenny, seines Zeichen Bassist der Höllenkopter, ist mit "Sofia Härdig & The Needles" im Studio und tourt durch die nordischen Länder. Robert Eriksson hat mir seiner Band "The Wild Kings" eine 7" aufgenommen und spielt einige Konzerte in Schweden. Robert Dahlqvist's Band "Thunder Express" wird am 20. Oktober ihr Debut Album "We Play For Pleasure" auf Razzia Records rausbringen. Wenn ihr mehr wissen oder Mp3s und das Video zur ersten Single "Believe In You" downloaden möchtet, besucht die Thunder Express Webseite. Zusätzlich ist der Herr Dahlqvist noch mit Stefan Sundström in ganz Skandinavien unterwegs.

Fragt sich nur wann wir wieder mal was Gemeinsames zu hören bekommen. Und tatsächlich, The Hellacopters werden eine brandneue, bis jetzt noch unbetitelte, 6-TRACK CD/vinyl veröffentlichen. Die Scheibe wird im November erscheinen! Wir halten euch natürlich auf dem Laufenden...

Donnerstag, Oktober 14, 2004

REVIEW: Dollhouse

Dollhouse
[2004, Stigmate Records]

Wow! Wahnsinn! Dollhouse aus Schweden ist die wohl einzige Band, die den legendären MC5 annähernd das Wasser reichen kann. Was Kramer und Smith vor über 30 Jahren legendär machten, wird hier mit Stil wiederbelebt. Stereo Gitarren Action in Vollendung! Die beiden Dollhouse Gitarreros Chris Winter und Andy Weed duelieren sich kontinuierlich mit bluesigen Licks, und souligen Solis, während die Rhythmus Sektion, die ausufernden Gitarrenparts stets gekonnt zusammenhält. Genauso kennzeichnend für den Sound von Dollhouse ist die wahnsinns Soul Röhre von Chris Winter. Rob Tyner lässt grüssen! Was die vier jungen Schweden zusammen praktizieren ist Rock'n'Roll auf höchstem Niveau.
Die A-Seite dieser coolen Single enthält die mächtig vorwärts rockende Eigenkomposition "Hear em Talkin" währen die B-Seite mit einer genialen Coverversion des midtempo Blues/Soul Klassiker "Born under a bad sign" aufwartet. Beide Songs sind wahre Kracher. Die auf dem Schweizer Label "Stigmate Records" erschienene 7" besticht zudem durch ein echt schönes Sleeve-Design von der Genfer Tattoo Legende xNicox. An alle Record Junkies: Greift euch das Teil, die 7" ist auf 1'000 Stöck limitiert und von Hand nummeriert.

Einzuordnen unter: Bluesiger High Energy Rock and Soul à la MC5.

Dollhouse Webseite

INFO: Sagt uns was Ihr denkt!

Für alle dies noch nicht gesehen haben: Ihr könnt uns zu all unseren Einträgen eure Kommentare abgeben. Einfach auf Comments (jeweils unten rechs des Eintrages) klicken, und ihr könnt euren Senf dazugeben. Sprecht zu uns, wir wollen was hören ;-)

NEWS: Mehr von den White Stripes

Die White Stripes haben soeben angekündigt eine neue Single zu veröffentlichen. Diese heisst "Jolene Live Under Blackpool Lights". Es handelt sich hierbei um ein Cover eines Dolly Parton Songs. Der Song wurde im Januar 2004 während eines Konzertes der White Stripes in Blackpool live aufgezeichnet.

NEWS: Mando Diao - Neue Singel und Video

Die neue Single Auskoppelung von Hurricane Bar heisst "God Knows". Das Video, welches dazu gedreht wurde, basiert anscheinend auf einer Idee, die Gustaf während eines Barbesuchs in Tokyo hatte. Sehr interessant, aha. Gefunden via der offiziellen Bandseite.

NEWS: Jim Diamond verklagt die White Stripes!

Jim Diamond, seines Zeichens der Besitzer von Ghetto Recorders, Bassist bei den Dirtbombs und allgemeiner Garage Rock Haudegen hat eine Klage gegen die White Stripes eingereicht! Jim fordert das Co-Ownership verschiedener Songs der ersten Platte von den White Stripes. Gefunden via Glorious Noise

Dienstag, Oktober 12, 2004

REVIEW: Rocket Science - Eternal Holiday

Rocket Science
Eternal Holiday

[2004, Modular Records]

Rocket Science bedeutet Raketen-Wissenschaft und Wissenschaft ist die rationale, systematische Auseinander-setzung mit einem Forschungsobjekt. Was die Australische Band betreibt ist für mich jedoch in keiner Weise rational sondern schlicht und einfach göttlich. Den vier Herren aus Melbourne ist bereits mit ihrem 2002 erschienenen Album "Contact High" ein ganz grosser Wurf gelungen. Irgendwo zwischen Garage Rock, Pop und New Wave hat sich die Band um den charismatischen Sänger Roman Tucker ihr ganz eigenes unverkennbares Soundnest gebaut. Obwohl sich ihr musikalischer Stil nicht klar einordnen lässt, in einem sind sich alle Rocket Science Songs gleich: Sie klingen stets verdammt sexy und groovy sowie zugleich beklemmend tiefgängig. Die musikalische Einzigartigkeit der Band basiert zu einem grossen Teil auf der besonderen Instrumentalisierung. Im Gegenteil zu den meisten anderen Rock Bands ist bei Rocket Science nicht die Gitarre tragend, sondern die wunderbar verkorkst gurgelnde Orgel sowie die messerscharfe Rhythmus Sektion. Was die Jungs aus Melbourne damit kreieren ist pure Magie.

"Eternal Holiday" ist noch um einiges besser als "Contact High". Dies aus dem einfachen Grund, weil alles, was den Vorgänger auszeichnete, auf dieser Platte noch ausgeprägter und intensiver auf Tape gebannt wurde. Kurzum "Eternal Holiday" ist eine jener Platten, die ihr wie ein Schatz hüten werdet. Vom beklemmenden Titelsong und zugleich Opener über das überbordend energetische "Pop Lover" zum lasziv schleppenden "Strange Outside", dieses Werk ist schlichtweg umwerfend.

Song um Song:
1) Eternal Holiday:
Beklemmend wie ein Alptraum, gleichzeitig wunderschön. Massiver Fuzz Bass und herrlich versponnene Gitarren Melodien.
2) Modern Life:
Punk Rock in Kunstform. Eine simple Strophe, wie sie beispielsweise von den Sex Pistols stammen könnte trifft auf einen Chorus, der durch Orgel Sounds in ungeahnte Höhen emporsteigt. "We go higher!"
3) Sex Call:
Dieser Song ist wie guter Sex. Scharf, anzüglich und auf den Punkt gespielt. Massiver Fuzz Bass, das genialste, gleichzeitig banalste Riff der Platte sowie wunderbar rhythmischer Gesang. "I dream of your sex call".
4) Pop Lover:
Was für ein Song! Ein hyperenergisches Rama-Lama-Fa-Fa-Fa-Gitarrenriff, eine Strophe mit ultracoolem monotonem Gesang und ein Refrain der sich wiederum in ungeahnte Höhen emporschraubt. "!Pop Lover! - Masturbation, Crucifiction, Deformation- !Lover!- Blood Sucking, Meat Eating, Cannibalism !Pop Lover!
5) Connect Me:
Ein schräger Orgelsoundteppich und viel Feedback. "C-C-C Connect Me!"
6) Too Tough To Care:
Massive Fuzz Gitarren, Fuzz Bass sowie wunderbar psychedelische background Chöre verleihen diesem Song einen ganz eigenen Touch.
7) See The Sun:
Wunderschöner Popkracher mit herrlich kitschigem Refrain: "In time we'll fly, see the sun, it's burning"
8) We The People:
Schräger Gitarrensound zu einer Gute-Laune-Melodie verleihen diesem Song ein klassiches Rocket Science Gefühl von Unbehagen.
9) Dressed To Kill:
Hammer Orgel Riff! Hammer Melodien! Wahnsinns Vocals und ein genialer B-Teil, Wow! Meiner Meinung nach der beste Song der gesamten Platte. "I see too much, I won't look behind, I know they're there"
10) Strange Outside:
Lasziv groovender midtempo Schieber mit einer perfekten Basslinie, schöner Reverb Gitarre und genialen Vocals. "I need to, need to, need to keep it tall, fireball"
11) Blow Up:
Ein simpler Garagenkracher, wie ihn hunderte von Garagenbands vergebens zu schreiben versuchen. Perfekt. "Ah-Uh-Ah-Uh-Ah-UhUh, Blow up, implode, destroy everything until it's forgotten!"

Einzuordnen unter: Einzigartiger verdammt sexy groovender Garage Rock, mit Pop Appeal, New Wave Anleihen und einer beklemmenden Tiefe.

> hier kannst du das gesamte Album streamen!

Webseite: http://www.rocketsciencerock.com/

NEWS: Rock Fight Night 6 - Programmänderung

Leider haben Dollhouse ihre Tour bis aufs Weitere abgesagt und können daher ihren Auftritt an der Rock Fight Night Vol.6 nicht wahrnehmen. Wir wären jedoch nicht fleissige Schweizer, wenn wir nicht bereits für würdigen Ersatz gesorgt hätten. Die Basler Band "Disgroove" spielt poppigen Gitarrenrock der Güterklasse A und wird das RFN6 Line-Up komplettieren.

Montag, Oktober 11, 2004

REVIEW: Razorlight - Up All Night

Razorlight
Up all Night
[2004, Universal Records]

Razorlight klingen für mich wie Light-Zigaretten. Rauchig und muffig, jedoch stets mit Mass. Dies ist auf keine Art und Weise negativ gemeint. Die aus England stammende Band bewegt sich extrem stilvoll zwischen Pop, Rock und Garage, zwischen rohem Rumpeln und elegantem Schwelgen. Der Sound der Band lebt vor allem von den angenehm scheppernden Gitarren und der sexy Stimme von Sänger Johnny Borrell. Dieser legt ein bemerkenswert gutes Gespür dafür an den Tag, an welchen Stellen er das Reibeisen schwingen, und an welchen Stellen er den warmen und weichen Timbre seiner Stimme in den Vordergrund rücken muss.

"Up All Night" glänzt weiter vor allem auch durch gute Songs. Für mich klingen Razorlight als hätten es The Strokes oder Kings Of Leon nach einer intravenösen Dosis The Cure endlich geschafft richtig gute Popsongs zu schreiben.

Einzuordnen unter: Der nächste grosse Hype.

Webseite: http://www.razorlight.co.uk/

REVIEW: Mando Diao - Hurricane Bar

Mando Diao
Hurricane Bar

[2004, EMI Music Sweden]

Die vier jungen Grossmäuler aus Schweden legen endlich den langersehnten Nachfolger zu ihrem hochgelobten 2001er Debut Bring Em In vor. Für mich persönlich war Mandos Debut vor allem deswegen eine grossartige Platte, weil die Band zwei essentielle musikalische Faktoren gekonnt vermischte. Es war dies zum einen unbändiger jugendlicher Übermut, zum anderen ein verdammt gutes Gespür für klassische Popsongs.

Hurricane Bar kommt bereits bedeutend erwachsener daher. Sowohl die Songs wie auch die Produktion sind eindeutig ruhiger, durchdachter und abgestimmter. Was das Songwriting anbelangt, so haben die arroganten Rotznasen sogar noch einen Gang zugelegt. Mit Stücken wie God Knows, You Can't Steal My Love oder der honigsüssen Ballade Ringing Bells (um nur ein paar zu nennen) sind ihnen wiederum Popperlen gelungen, die denjenigen alter Heroen wie den Beatles oder The Who in nichts nachstehen.

Was hierbei wie angetönt leider auf der Strecke blieb, ist die jugendliche Energie, für die ich Mando Diao liebte. Hurricane Bar ist eine wunderschöne Platte, jedoch besitzt sie für mich nicht die Magie von Bring Em In.

Einzuordnen unter: Cool rockender Pop, mit starken British Invasion Einflüssen.

Webseite: http://www.mando-diao.com/

REVIEW: Meyer - Drive by shooting star

MEYER
Drive by shooting star
[2003, Stakkato Records]

Ja, ich weiss. Die Platte ist schon seit einiger Zeit erhältlich. Anlässlich des Auftritts von Meyer an der kommenden Rock Fight Night Vol. 6 (19.11.2004 im Wasserwerk Bern) finden wir es aber angemessen, diese tolle Platte nachträglich zu besprechen.

Im grossen und ganzen kann man wohl von gitarrenorientierter Popmusik sprechen. Die Songs gehen ziemlich nach vorne los und sind allesamt mit eingängigen Refrains ausgestattet. Der Gesang ist aggressiv und die Songs sehr abwechslungsreich. Da kann es schon mal vorkommen, dass ein Song nach der Hälfte plötzlich die Richtung ändert (z.B. I believe in you). Das Spektrum reicht von der Ballade bis zum Punk-Smasher. Auch kommen mir, wenn ich Meyer höre, nicht dutzende anderer Bands in den Sinn, was ja schon mal für ihre Eigenständigkeit spricht. Aus irgendeinem Grund denke ich manchmal an poppige Killing Joke. Nicht die schlechteste Referenz, wie ich finde, auch wenn dieser Vergleich sicher hinkt. Geile Scheibe!

Webseite: http://www.intermeyer.ch/

NEWS: Voodoo Rhythm Records - T-Shirts

Beim Online-Shop klangundkleid.ch gibts die neusten Voodoo Rhythm Records T-Shirts. Erhätlich sind Klamotten von: THE MONSTERS, REVEREND BEAT-MAN, DIE ZORROS, LIGHTNING BEAT-MAN, VOODOO RHYTHM RECORDS...

REVIEW: Daze - Silhouette

DAZE
Silhouette
[2004, Sack Rec.]

Die im Jahre 1998 in Zürich Oerlikon gegründete Garage-Grunge-Band Daze hat mit ihrem neusten Werk "Silhouette" ein Album fabriziert, welches 13 gut durchdachte und funktionierende Grunge-Kompositionen enthält. Von punkigen Gitarrenbrett-Krachern über grungige Headbanger bis hin zu MTV-Unplugged tauglichen Schleichern ist auf diesem Longplayer so ziemlich alles enthalten. Es fehlt halt einfach an innovativerem Songwriting und eigenem Stil um sich vom grossen Pool der Onkel-Kurt-Nachahmern abzuheben.

Und auch die Aufnahmen lassen einige Wünsche übrig. Für meinen Geschmack dürfte die ganze Scheibe ruhig ein bisschen besser produziert sein. Versteht mich nicht falsch, Low-Fi Produktionen können klasse klingen, aber hier riecht es halt doch ein bisschen zu sehr nach Bandraum. Und immerhin ist dies schon ihr drittes Studioalbum…

Alles in allem hat das Zürcher Trio aber eine gelungene Grunge-Scheibe veröffentlicht und hat mich auf jeden Fall motiviert mir das Ganze auch mal Live anschauen zu gehen.

Webseite: http://www.daze.ch/

Donnerstag, Oktober 07, 2004

NEWS: Willkommen auf dem CR-Entertainment Blog

Hier werden wir euch während dem Umbau von cr-entertainment.ch mit rockigen News, Reviews & anderen Infos auf dem Laufenden halten.